Die Heilstätte am Grabowsee wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Roten Kreuz in der Nähe der Stadt Oranienburg errichtet. Ohne Antibiotika und mit einer zunehmend stark infizierten Bevölkerung war die Anlage vor den Toren Berlins zunächst ein Versuch, die grassierende Tuberkulose zu heilen. Aus den positiven Erfahrungen schloss sich dann auch der Bau erheblich größeren und auch bekannteren Heilstätten in Beelitz an.
Es fällt mir schwer, eine Auswahl zu treffen. Martin fragt nach dem besten Foto 2011. Nur ein Foto: Schwierig. Meine Favoriten wechseln ständig. Mal sind es die düsteren Schwarz-Weiß-Bilder, dann fast künstlich wirkende Architekturaufnahmen. Das beste Bild ist oft eines, das noch ungesehen auf der Speicherkarte in der Kamera auf dem Weg nach Hause wartet. Und dann doch noch nicht so gut wird, wie ich beim Drücken auf den Auslöser dachte.
Also habe ich mich mehrere Male durch meinen Fotostream geklickt und bin immer wieder hier hängen geblieben.
Die Aufnahme ist bei einer Führung auf dem Teufelsberg entstanden und zeigt nichts von den dort typischen Aufnahmen: Keine zerfledderten Kuppeln, keine verfallenen Räume oder weiten Ausblicke. Trotzdem mag ich es, wegen der klaren Aufteilung, übersät mit Graffiti und dem zufälligen Verfall.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich keinen einheitlichen Stil finde. Es gibt keinen Fingerabdruck der allen Fotos gemein ist. Und das ist auch mein Vorsatz für das nächste Jahr: Einen Stil finden, der sich — mindestens für eine Weile — wie ein roter Faden durch meine Aufnahmen zieht.
In dem Video zeige ich, wie man mit Focus Stacking in Photoshop den Schärfebereich in Makros ausdehnen kann. Außerdem gibt es einen Tipp zur Teiltonung mit Einstellungsebenen und dem selektiven Schärfen von Bildbereichen. Für einen ruhigeren Ablauf verzichte ich fast vollständig auf Hervorhebungen. Um den Details besser folgen zu können, ist die HD-Version am besten geeignet.
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In dem Video erwähne ich zwei fotografische Fachbegriffe. Der erste ist Diffraktion (Beugungsunschärfe), der zweite Focus Breathing. Beim Focus Breathing verändert sich die sichtbare Brennweite des Objektivs durch ändern der Fokusebene. Dadurch verändert sich also der Bildausschnitt beim Scharfestellen verschiedener Bildtiefen. Beim Stacking über große Fokusbereiche kann das dazu führen, dass die einzelnen Aufnahmen nicht mehr deckungsgleich sind. Aus diesem Grund ist die Verwendung der Photomerge-Aktion am Anfang sinnvoll.
Staub auf dem Sensor ist auf Dauer unausweichlich. Wenn man Objektive wechselt oder auch nur einen Zoom benutzt, findet früher oder später ein Partikel den Weg dahin. Irgendwann ist das erste Staubkorn dabei, dass von der automatischen Reinigung nicht mehr entfernt wird. Zeit, sich über das Reinigen Gedanken zu machen.
Disclaimer
Dieser Text fasst den Inhalt eines kleinen Workshops zusammen. Die Ansichten sind meine eigenen und ich bin nicht so arrogant zu glauben, dass “mein Weg” der richtige ist. Ich fahre in den letzten 5 Jahren aber gut damit. Ich übernehme keinerlei Gewähr für die Richtigkeit dieser Tipps. Wer seinen Sensor selbst reinigt, ist auch selbst verantwortlich. Die Reinigung ist an sich leicht und harmlos. Aber Dinge können bei fehlender Konzentration, schlechter Ausrüstung oder Pech schiefgehen. Ihr wurdet gewarnt… Zeit die Stützräder abzunehmen.
Nach längerer Tutorial-Abstinenz gibt es wieder einen neuen Screencast. In dem Video zeige ich diverse Retuschewerkzeuge in Photoshop, angefangen beim Kopierstempel über Ausbessern und Bereichsreparatur bis zum inhaltssensitiven Füllen. Wie im Video erwähnt sind und bleiben aufwendige Retuschen zeitraubende Detailarbeit. Im Video vergesse ich dabei zu erwähnen, dass Retuschen nur das letzte Mittel sind. Was man bei der Aufnahme mit vertretbarem Aufwand richtig machen kann, sollte man auch genau dort richtig machen.
Ich versuche die Anzahl der Übergänge, Einblendungun und Zooms hier und in Zukunft zu reduzieren. Um die Detailarbeit zu sehen, gibt es bei YouTube die HD-Version, in der man alle Arbeitsschritte im Vollbild gut nachvollziehen kann.
Aufgetürmte Trümmer des zweiten Weltkriegs sind das Fundament für die Abhörstation Teufelsberg. Eingeschlossen in der Enklave Westberlin lauschten Briten und Amerikaner 600km weit in den Sowjetischen Funkraum. In den fenster- und schmucklosen Büros wurden Botschaften aufgezeichnet, übersetzt und an die Geheimdienste der Heimatländer weitergeleitet.
Nach den Alliierten kam die Luftraumüberwachung, dann der Wachschutz und als die Stadt den nicht mehr bezahlen wollte ungezählte Sprayer, Besucher, Buntmetalldiebe und Fotografen. Nach dem massiven Verfall des Geländes sichern nun wieder Wachschützer den Zugang. Ich hatte das Zeitfenster der ungestörten Erkundung verpasst und mich darüber geärgert.