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Andreas Levers / Fotografie und Bildbearbeitung

PEN

Ich mag meine Canon-Ausrüstung. Sehr sogar. Für meinen letzten Urlaub, die erste Fernreise seit vielen Jahren, hatte ich aber ein gewichtiges Problem: Die vielen Kilogramm und Kubikzentimeter Ausrüstung, die den Rucksack gefüllt hätten. Und weil ich Technikprobleme immer mit noch mehr Technik löse, habe ich nach einer neuen Kamera gesucht. In diesem Artikel beschreibe ich, warum ich mich für die Olympus PEN E-P2 entschieden habe und wie meine Erfahrungen damit sind.

Seit einer Weile habe ich die Entwicklung bei spiegellosen Kameras mit Wechselobjektiven beobachtet. Seit der Einführung der Panasonic G1 fand ich das Konzept vielversprechend. Mit der Reise in der Planung hatte ich also eine Rechtfertigung, meine Ausrüstung zu erweitern. Zur Wahl standen dabei eine Panasonic GF1 oder eine Olympus PEN E-P2. Einige der folgenden Argumente gaben letztlich den Ausschlag für die Olympus. Insgesamt möchte ich aber nur meine Erfahrung nach etwas mehr als einem Monat zusammenfassen.

Positiv

Hier kann man gut den Größenunterschied erkennen. Die gezeigte Olympus-Ausrüstung deckt einen Brennweitenbereich von 18-400mm KB-Äquivalent ab. Die Canon ist mit einem 24-105 Reisezoom bestückt. Der Unterschied ist beim Gewicht noch größer als beim Volumen.

Negativ

Der Retro-Stil der E-P2 ist Geschmacksfrage. An der Qualität der Verarbeitung gibt es allerdings nichts auszusetzen. Das Gehäuse ist gut ausbalanciert und hochwertig verarbeitet.

Fazit

Für mich ist die Olympus zur idealen Zweitkamera geworden. Sie ist kompakt genug, um sie immer dabei zu haben und gut genug, um wirklich kreativ zu fotografieren. Die PEN ist robust und zuverlässig. Meine Art zu fotografieren ist mit der Kamera spielerischer und unterscheidet sich von der Canon. Mit der großen Kamera fotografiere ich bewusster, qualitätsorientierter und unter Bedingungen, bei denen die PEN aufgeben muss, z.B. bei weniger, schlechterem Wetter oder höheren Anforderungen an Auflösung und Objektivauswahl.

Bildergalerie

Objektive Testberichte mit vergleichenden Aufnahmen in 100 ISO-Stufen und Co. gibt es hier nicht. Ich kann nur Ergebnisse aus meiner Freizeit anbieten.

8 Kommentare

  1. DasMaddin
    am 05.08.2010

    Schöner Artikel!
    Könnte mich bisher trotzdem nicht dazu durchringen, so eine “Knipse” zu kaufen, weil ich vermutlich immer das Gefühl hätte, ich hätte das Foto mit der DSLR besser machen können.
    Ist sicherlich aber ein Prozeß wie z.B. Bilder aussortieren..

    Noch eine Frage: Wie hast Du die Bilder eingebunden? Ist das ein Flickr Tool direkt von Flickr? Kenn ich noch gar net..

    Btw: Sehr schöne Bilder von dem Island Trip. Würd gern mehr darüber erfahren.. bei nem Pils? ;)

    Grüße!

    M.

  2. Michael
    am 05.08.2010

    Hallo Andreas,
    gefällt mir richtig gut dieser Beitrag! Überhaupt freue ich mich jedes Mal aufs Neue, wenn mein Feed-Ordner bimmelt; dann weiß ich, es gibt nen neuen Beitrag auf deiner Seite. Bin schon sehr lange Abonnent. Würde mich sehr freuen, ein wenig mehr über deine fantastischen s/w-Arbeiten zu erfahren. Einen Beitrag dazu hattest du ja schon mal, es dürfen aber sehr sehr gerne weitere folgen..!
    Großes Kompliment und Grüße nach Potsdam
    Michael

  3. Andreas Levers
    am 05.08.2010

    Maddin Die Bilder sind wirklich auf DSLR-Niveau, so lange man nicht mit ISO 3200 fotografiert oder mehr als 20 Megapixel braucht. Ich hab die “Große” jedenfalls in Norwegen nicht vermisst. Pils: Gerne, evtl. als Abschluss für einen Photowalk demnächst?

    Danke sehr Michael. Es freut mich, dass Dir die Artikel so gut gefallen. Ich überlege mal, wie ich die S/W-Bearbeitung weiter in Screencasts erklären kann.

  4. Markus
    am 06.08.2010

    Hallo Andreas,
    vielen Dank für Deine Einschätzung und den Bericht. Das hört sich vielversprechend an. Aber ich denke, dass, wie bei allen neuerscheinungen, die zweite Generation noch mehr Potential aus der Kamera holen kann. Seitdem ich meine Ricoh GRIII habe, die auch mit RAW´s umgehen kann, habe ich in der Freizeit auch selten meine DSLR dabei.
    Die Bilder aus Norwegen sind wie immer superb, nur frage ich mich, wieviel kam da aus der Kamera und wieviel hast Du perfektioniert ;-) Da wir Dein Können kennen, kann ich nicht einschätzen wie gut die Kamera wirklich ist.

    LG Markus

  5. Andreas Levers
    am 06.08.2010

    Markus Dein Rat auf die zweite Generation zu warten, ist sicher fast immer der beste. Allerdings war mein Urlaub unverrückbar und ich wollte eine Lösung bis dahin. Das die zweite Version der PEN so kurz nach der ersten kam war, zusammen mit dem Erscheinen des Ultraweitwinkel wirklich Glück.

    Wenn ich die unbearbeiteten RAWs der Canon und der Olympus vergleiche, steht die Olympus in fast keinem Aspekt nach. Das Rauschverhalten ist etwas schlechter und der Dynamikumfang minimal geringer. Dafür ist der Charakter des Rauschens angenehmer und die Pro-Pixel-Schärfe höher.

  6. Ben
    am 10.08.2010

    Danke erstmal für den interessanten und ausführlichen Bericht. Was mich immer daran gehindert hat, so kleinere brauchbare Knipsen zu kaufen, war der fehlende Sucher. Denn ohne Sucher zu fotografieren macht keinen Spass, zumindest mir nicht. Da ist die PEN doch eine lobende Ausnahme, vorallem da der elektronische Sucher wirklich brauchbar scheint.

    Warst du auch mit einem passenden Weitwinkel in Norwegen unterwegs? Das müsste doch eher ziemlich limitiert sein aufgrund des Cropfaktors, vielleicht kannst du zum Thema (Ultra)weitwinkel im Kombination mit der PEN noch ein paar Worte zu verlieren?

    Danke & Gruß,
    Ben

  7. Andreas Levers
    am 10.08.2010

    @Ben Es freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat.

    Ich habe ein Olympus 9-18mm Weitwinkel in den Urlaub mitgenommen. Das entspricht einem 18-36mm am Vollformat, ist also kein extremes Weitwinkel. Das Objektiv ist optisch sehr gut und vor allem extrem kompakt. Durch das 52mm Filtergewinde kann man leicht und günstig Polfilter und ND-Filter verwenden.

    Ich habe kurz überlegt ein Panasonic 7-14mm zu kaufen. Neben dem höheren Preis hat es aber den Nachteil, dass wegen dem gewölbten Frontelement (normal bei so extremen UWW) keine Filter damit möglich sind. Abgesehen davon ist das 7-14mm das Äquivalent zu einem 14mm UWW am Vollformat, was m.E. schon sehr extrem ist.

  8. Jo
    am 02.11.2010

    Auch wenn ich keine Neuanschaffung plane: Großartiger Artikel! Sehr übersichtlich, sehr informativ… Danke!

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