96dpi

Andreas Levers / Fotografie und Bildbearbeitung

Unsharp

Vorher Detailaufnahmen von relativ flachen Motiven, in diesem Beispiel eine Haustür in Stralsund, profitieren davon, wenn die Textur gut ausgearbeitet ist und so das Material und dessen Haptik betont. Am besten kann man diese Aufgabe lösen, wenn man schon bei der Aufnahme darauf achtet stark seitlich einfallendes Licht abzuwarten. Bei dieser Aufnahme habe ich meinen eigenen Tipp nicht berücksichtig und die im Schatten des Eingangs liegende Klinke fotografiert. Mit Photoshop kann man aber noch ein wenig herausholen.

DanachAls ersten Schritt erstelle ich immer eine Kopie der Hintergrund-Ebene, um nicht-destruktiv zu arbeiten. Das geht entweder mit CMD+J oder im Menü Ebene mit dem Befehl “Ebene duplizieren”. Auf dieser Kopie wende ich nun den Filter “Unscharf Maskieren an”. Ich verwende dabei allerdings einen Radius von 50 Pixeln und eine Stärke von 40% bei einem 12 Megapixel großem Bild. Der Radius hängt letztlich aber auch von der Stärke und Art des Effekts ab. Durch diesen Filter werden die Helligkeitsunterschiede auf dem Holz deutlich verstärkt und dadurch entsteht ein Eindruck von mehr Details.

Ebenenstil-Dialog

Die Scharfzeichnung hinterlässt dabei im Bild allerdings unschöne Artefakte. Diese Treten an Kanten mit hohem Kontrast auf. Am Beispiel der schwarzen Fugen die an helles Holz grenzen kann man das gut sehen. Hier entsteht um die schwarze Kante herum ein heller Schein. Diese Nebenwirkungen kann ich nun entweder mit einer Ebenenmaske entfernen (was je nach Motiv sehr lange dauern kann), oder ich verwende einen oft übersehenen Dialog der Ebenen in Photoshop.

Dazu klicke ich die Ebene in der Ebenenpalette doppelt an. In dem Dialog kann man den Wirkungsbereich der Ebene von deren Helligkeit abhängig machen. In diesem Fall ziehe ich den rechten Anfasser so lange nach links, bis der störende Schein verschwindet. Damit dieser Übergang noch etwas weicher wird, ziehe ich danach bei gedrückter Option (Windows: ALT) Taste den Anfasser nach rechts. Dadurch entsteht ein weicher Übergangsbereich, der in diesem Beispiel festlegt, dass die obere, scharfgezeichnete, Ebene nur dann sichtbar ist, wenn die Helligkeit unter 230/255 liegt und erst bei 200/255 vollständig sichtbar ist. Einen ähnlichen Bereich gebe ich dann noch für den dunklen Farbbereich an, so dass die scharfgezeichnete Ebene erst ab 30/255 bis 60/255 sichtbar wird. Diese Begrenzung kann man übrigens auch sehr gut bei der klassischen Scharfzeichnung verwenden.

2 Kommentare

  1. fishmaat
    am 18.06.2009

    hammer, danke fuer diesen tip. eine dieser sachen, die einen jeden tag anstarren und fuer die ich blind geworden bin. dieser blending threshold ist mal super dafuer halos loszuwerden und selbst wenn ich das auch global im motiv hab, kann ich dass ja dann mit ner extra ebene mit maskierung einfach wieder reinpinseln. merci

  2. Trackback 01.11.2009 96dotsperinch» Blogarchiv » Splash

    [...] des Ebenestil-Dialogs, um eine Ebene auf bestimmte Helligkeitsbereich zu begrenzen, zeige ich in diesem Artikel. [...]

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  1. 96dotsperinch» Blogarchiv » Splash am 01.11.2009 #: