SWF2AVI – SWF2Video
Import
Der erste Schritt ist der Import des Flashfilms in SWF2Video. Das Programm nutzt das auf dem System installierte ActiveX-Control. Damit ist gewährleistet, dass jede Plug-In Version, die für die MSIE zur Verfügung steht, auch für Konvertierungen genutzt werden kann. Das ist besonders praktisch, weil es für Flash 8 noch keinen Stand-Alone-Player gibt (Stand 2005-12-14). Die Anwendung nutzt automatisch die Bühnengröße des Flashfilms. Der große Vorteil von SWF2Video ist das Einbeziehen von platzierten Movieclips, Interaktionen und ActionScript-Ereignissen.
Es gibt noch andere Herangehensweisen, die jedoch meiner Meinung nach deutlich mehr Zeit benötigen und oft nur suboptimale Ergebnisse erzielen:
- Screen-Capture: Man filmt den Bildschirminhalt (oder Teile davon) mit einem Programm wie Hypercam ab. Das resultierende Video wird dann in AfterEffects, FinalCut Pro oder jeder anderen Videosoftware platziert und von da an weiterverarbeitet. Nachteil: Die Framerate ist vom Rechner abhängig. Das gleichzeitige Abspielen sehr komplexer Flash-Animationen und das Aufzeichnen beanspruchen viel Speicherplatz und noch mehr Rechenleistung. Vorteil: Man erhält eine 1 zu 1 Kopie und das ganze klappt – mit anderen Programmen – auch auf dem Mac.
- Export aus Flash Flash bietet den nativen Export in Videodaten an. Nachteil: Keine Movieclips und kein Actionscript und damit ungeeignet für alles was komplexer als die simpelsten Animationen ist, Vorteil: Keine Frameraten-Schwankungen, einfach in der Bedienung und nur unter Verwendung von Bordmitteln möglich.
- SWF-Import in After Effects After Effects schafft es, Flashfilme in älteren Versionen zu importieren. Die aktuellste in After Effects 6.5 importierbare Version war bei meinen Tests Flash Player 6. Nachteile sind auch hier die Verlust von Actionscript und Movieclips. Vorteile sind wie beim Export aus Flash der Qualitätserhalt und die Einfachheit der Bedienung.
Export
Für die Weiterverarbeitung ist eine verlustfreie Kompression wichtig. Daher verwende ich keine Videocodecs. Vorsicht: Bei langen Animationen muss auf jeden Fall genug Speicherplatz vorhanden sein. Die Standard-Version mit der ich arbeite, erlaubt max. 24 Bit Farbtiefe. Da ich nur weiterverarbeite, ist das für meine Zwecke ausreichend. Wer Flash jedoch für Titelanimationen etc. verwendet, sollte die Pro-Version verwenden, die einen 8-Bit Alphakanal unterstützt und zudem Batchverarbeitung ermöglicht.
Im Rahmen meiner Arbeit benötige ich keine Audiospur. Daher kann ich diese vollständig abschalten. Dadurch wird es möglich, die Framerate zu ändern und auch den abzuspielenden Bereich zu erweitern. Das ist besonders da hilfreich, wo die Framerate nicht im klassischen Video-Bereich liegt (z.B. 15 FPS oder 50 FPS).
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