IE-Hack
Als ich bei der Arbeit anfing, das Layout von Seiten immer mehr mit CSS umzusetzen war der seinerzeit aktuelle Internet Explorer 5 im Vergleich zum Netscape 4.x eine sehr angenehme Sache. Die Unterstützung war schon recht weitreichend und man konnte sich eine Menge Sourcecode ersparen. Der IE 5.5 und kurz darauf die Version 6 haben das ganze noch verbessert, wobei die 6er-Version mit dem DOCTYPE-Switching endlich ernsthafte CSS-Layouts zuließ.
Leider hat Microsoft dann im entscheidenden Moment doch wieder eher auf proprietäre Techniken gesetzt oder die 90% Marktanteil haben die Progger aus Redmon ein wenig zu selbstgefällig gemacht. Viele der Selektoren – als Beispiel mal attributbedingte Formatieriungen – funktionieren entweder garnicht oder bestenfalls fehlerhaft.
Mit CSS-Selektoren kann man aufwendige Hover-Effekte und 32-Bit PNG-Grafiken für CSS2-kompatible Browser nutzen und vor dem Internet Explorer verbergen.
Angenommen man hat einen DIV mit der ID navigation. Wenn man nun ein ausschließlich auf CSS basierendes Menü wie das von Eric Meyer einsetzen möchte, aber keinen Hack für den IE einbinden will, kann man diesen per div[ID=navigation] adressieren, um Zugriff zu erhalten.
Das ganze ist natürlich beliebig umständlich wenn man weite Teile der Optik mit den Pseudo-Selektoren aufbauen möchte. Da aber auf lange Sicht nicht damit zu rechnen ist, das der Internet Explorer aktualisiert wird, kann man sich die Mühe meiner Meinung nach für diejenigen, die modernere Browser einsetzen machen.
Es gibt zwar seit einiger Zeit den Versuch per HTC den IE zu erweitern – das ganze läuft unter der Bezeichnung IE7 – aber für meine Begriffe ist das eigentlich auch nicht weniger umständlich. Okay, das ganze ist zwar noch frühe Beta aber die Stabilität finde ich doch bedenklich.
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